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Offene Bildungsressourcen und Urheberrecht (2013)

Ein Kommentar von Dr. Martin Ebner und Dr. Sandra Schön (Januar 2013)

Offene Bildungsressourcen (im engl. Open Educational Resources, kurz OER) sind Lehr- und Lernmaterialien, die frei zugänglich gemacht werden, um die Nutzung durch andere zu ermöglichen. Diese von der UNESCO bereits 2002 gestartete Initiative ist nicht nur, wie vielleicht auf den ersten Blick vermutet, auf Länder zugeschnitten, die nur eingeschränkte Ressourcen für Bildungsmaterialien oder eingeschränkten Zugang zur Bildung haben.Vielmehr sind auch Lehrerinnen und Lehrer bei uns vermehrt auf offene Bildungsressourcen angewiesen: Durch das Urheberrechtsgesetz sind heute beispielsweise Inhalte die im World Wide Web zugänglich sind, aber keine genauen Angaben über deren Verwendung bereitstellen, urheberrechtlich streng geschützt. Damit sind sie in den meisten Lern- und Lehrsituationen streng genommen nicht verwendbar. Wenn beispielsweise eine Lehrperson im Internet ein Arbeitsblatt findet, darf sie dieses im Unterricht nicht verwenden, kopieren oder in anderer Form verteilen. Dazu müsste immer eine Zustimmung der (oft unbekannten) Urheber eingeholt werden. Die Urheberrechte machen es gleichzeitig auch unmöglich, dass Lehrerinnen und Lehrer digitale Kopien von Schulbüchern erstellen oder verteilen oder dass etwa Schülerinnen und Schüler Vokabeltests zum Schulbuch erstellen und anderen online zur Verfügung stellen.

Gerade wenn man heute über innovative Unterrichtstechnologien und deren Einsatz nachdenkt, erscheint es zwingend notwendig, dass man Inhalte auf Tablets oder anderen Endgeräten bearbeitet und verbreitet und das Internet mit seinen kooperativen Möglichkeiten nutzen kann. Das „Schulbuch der Zukunft“, wie es gerne bezeichnet wird, muss, um flächendeckend genutzt werden zu können, über entsprechenden freie Lizensierungen verfügen, die eine Nutzung, Bearbeitung oder Veröffentlichung möglich macht. Dazu stehen eine Reihe von Lizenzen zur Verfügung, am verbreitetsten und auch geeignetsten erscheinen derzeit die Creative-Commons-Lizenzen. Möglichkeiten schaffen statt Nutzung einschränken Open Educational Resources und die entsprechende Lizenzmodelle wahren die Urheber- und Nutzungsrechte der Autoren. Sie können beispielsweise auch eine kommerzielle Nutzung der Materialien ausschließen und müssen auch als Urheberin oder Urheber genannt bleiben. Gleichzeitig ermöglichen sie erst die Nutzung von Lernressourcen, welche häufig für genau diesen Zweck veröffentlicht wurden, was aber bei der bestehenden Rechtsauffassung nicht in jedem Fall erlaubt ist.

Es ist also zwingend nötig, dass sich die Gesellschaft an das moderne Zeitalter und seine Möglichkeiten und Praktiken anpasst. Viele Initiativen und Projekte zu offenen Bildungsressourcen zeigen bereits einen Weg vor. In der Fachwelt ist unbestritten, dass in fünf Jahren Bildungsressourcen, die nicht im Web zu finden sind, auch faktisch bedeutungslos sein werden. Eine Reihe von Forschungsprojekten der europäischen Kommission (z.B. OLCOS, OPAL), erfolgreiche Projekte wie die Fotosammlung des Tiroler Bildungsservers, dem deutschen ZUM-Wiki oder dem preisgekrönten Lehrbuchprojekt L3T zeigen, wie es gehen könnte und welche Möglichkeiten sich ergeben.

Weitere Informationen: http://l3t.eu/zukunft und http://o3r.eu

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