Buch 1970: Die Erziehung der sozio-kulturell Benachteiligten




Das Buch ist erschienen Hannover, 1970, aber schon geschrieben im Sommer 1968. Es wird immer noch (2005) zitiert als eine grundlegende, profunde wissenschaftliche Korrektur der „Hilfsschulpaedagogik“ durch den Aufweis der sozio-kulturellen Benachteiligung der Schueler in ihrer Lebenswirklichkeit und deren Nichtbeachtung durch Schulen  ŽSonderpaedagogen` und ihre Theorien. Die Darstellung bezieht die geschichtliche Entwicklung wie den sozio-kulturellen Kontext der deutschen Gesellschaft mit ein. Das, was nach Pisa unstrittig als  „soziale Benachteiligung von Schuelern“ bezeichnet wird, ist umfassend schon in den 1960er Jahren durch viele empirische Untersuchungen aufgewiesen.  Es ist aber auch durch eine erziehungswissenschaftliche Theorie Žgefasst` und mit dem Aufzeigen schulischer Erfordernisse beantwortet.  Damit ist das Verständnis der Schul-Versager, die in der Hilfsschule gesammelt wurden,  die seit etwa 1970 in Sonderschulen für Lernbehinderte überwiesen wurden,  weil sie Žschwachsinnig`, Žintelligenzschwach` oder Žim-Lernen-behindert` sein sollten, nicht aufrecht zu erhalten. Auch die Vorstellung, dass diese ŽBehinderung` erbbedingt, organisch verursacht sei, steht in Frage. Die nach 1995 eingeführte neue Wortwahl der „sonderpädagogischen Förderbedürftigkeit“ steht weiter in dieser Tradition, die mit diesem Buch fragwürdig geworden ist.  Das Buch geht auch die allgemeinen Schulen und die Gesellschaft an, die das schulische sonderpädagogische System Žmit` etabliert haben und weiter erhalten.