Zukunftsperspektiven der deutschen Religionspädagogik




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Vertreter der Ždeutschen` Religionspädagogik (RP) waren vom 13.-15.12.2002 in Bad Boll, um zu bilanzieren und die Erfordernisse und Chancen der RP für das neue Jahrhundert auszumachen. Die Einladung kündigte kritische Prüfung der erkennbaren Herausforderungen an. Als sonderpädagogischer Außenseiter habe ich teilgenommen und nach-gedacht und vieles vermisst. Deshalb frage ich nach und gebe zu jeder Anfrage i.d.R. weitere Informationen. Diese sind Žschlicht` formuliert, mit Beispielen konkretisiert und mit Erkenntnissen von Forschern aus verschiedenen Disziplinen, die ich meist selbst zu Wort kommen lasse, ergänzt, die ich für eine zukunftsfähige RP als unverzichtbar ansehe. Das meint: Jede zukünftige RP sollte sie bei ihrer Reform beachten. Damit ist deutlich: Ich gebe keine systematische, keine theologisch-wissenschaftliche Antwort auf die Ausgangsfrage, sondern beginne (1) mit der vielversprechenden Einladung und Einführung und versuche (2) einen Überblick der Tagung aus der Perspektive meiner Teilnahme mit Žprägnanten` Feststellungen zum Status der RP, danach (3) referiere bzw. zitiere das bemerkenswerte Referat von Dietrich Zilleßen, der unter der These „Religionspädagogik als theologische Disziplin“ nicht nur „Die Haltlosigkeit der Symboldidaktik“ begründete, sondern auch weitere Grundlagen einer RP mit ihren Unterrichtskonzepten in Frage stellte. Das waren alles eindrucksvolle, differenzierte Darstellungen. Nach meinem Eindruck aber blieben sie vor allem im Rahmen der etablierten Disziplin. Bei meinem Nach-Denken wurde für mich evident, dass man viele weitere Sachverhalte und Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen und aus der sozio-kulturellen Situation unserer Gesellschaft mit ihrem Schulsystem einzubeziehen habe, wenn man die ŽZukunftsfähigkeit` der RP sichern will. Dazu stelle ich (4) viele, auch Žradikale` Fragen. Für meine angezielte Alternative ŽReligiöse Erziehung` in der Schule für alle, die ich aber nicht ausführe, biete ich (5) die Unterscheidung von Religiosität und Religion von Willy Obrist und mit Guzzoni ŽTheia, das Anstrahlen`, die Erfahrung von Sonne/Licht als Kraft die Leben schafft und dem Menschen das ŽWahrnehmen` seines Lebens in Teilnahme bewirkt. Von Georg Picht übernehme ich dazu die Umdeutung dieser menschlichen Grundsituation und seine Darstellung, wie diese Umdeutung unser Denken und Weltbild, auch die Theologie bestimmt hat. Ich schließe (6) mit einer thesenhaften Zusammenfassung.